Management – Ein Relikt vergangener Zeit! Creative Commons-Lizenz, Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-H28572 / CC BY-SA 3.0 DE

Ja klar, natürlich nicht!. Das „Tach Thüringen“ hat selbstverständlich überhaupt nichts mit der Verabschiedung des Managements gemein. Zutreffend beobachtet. Das ist schon eine gewagte Headline – Kombination, zugestimmt. Doch so um die Ecke gedacht ….. Aber schön der Reihe nach.

Pottakademie unterwechs ist nach unserer gelungenen Schicht in St. Peter Ording zur Marke geworden. Wir können nicht nur im Pott, wir können auch auswärts. Also wie gewünscht mehr davon. Unsere narrative Verzerrung (oder Erfahrung) aus dem Norden: Wo wissen wir von Pottakademieinteressierten, die aus welchen Gründen auch immer bisher nicht zu uns kommen konnten? Und wenn der Prophet nicht zum Schacht, da muss der Schacht eben zum Propheten …, oder so ähnlich. Wenn dazu noch lokal gut vernetzte Partner mitmachen, die weitere Interessenten mitbringen, gute Locations kennen, perfekt. Ob sich das so oder ganz anders zugetragen hat, das wissen wir nicht. Es sah jedenfalls so aus. Wir machen jetzt ein „safe to fail“ Experiment (Pottakademiebesucher wissen, was es damit auf sich hat) und sehen, wie das System reagiert. Auf jeden Fall lernen wir.

Also, hastes jeheert, es hat jelitten, und vom Gerücht zur Ankündigung: Pottakademie unterwechs das nächste Mal in Thüringen. Tach Thüringen! Wir freuen uns auf die Reise, die Begegnungen und Eindrücke. Wir haben begonnen, uns mit der Sprache und anderen lokalen Gebräuchen zu beschäftigen. Dazu später sicher mehr, hier schon mal der Hinweis auf das Interview mit Robert Fuhrmann, unserem „Partner vor Ort“.

Für Interessenten hier schon mal der Termin: Pottakademie Thüringen Schicht wird sein am 28. und 29. November 2019. Den genauen Ort geben wir bald bekannt, Wahrscheinlich in Erfurt oder Jena. Anmelden könnt Ihr Euch ab sofort hier.

Für heute müssen wir noch den Zusammenhang zwischen Thüringen und der Verabschiedung des Managements aufklären. Ganz einfach: Wir machen wieder wie bewährt eine „Schnupperveranstaltung“ in Thüringen. Zum Kennenlernen, Beschnuppern, Anteasern, Aklimatisieren, thematisch einstimmen, …. . Die wird stattfinden am 19. September um 19h im Krämerloft-Coworking in Erfurt. Schon mal notieren, Näheres dazu ebenfalls bald.

Wir haben mit unseren Partnern (Krämerloft und kingago) überlegt, welches ein geeignetes Thema für die Veranstaltung ist. Unsere gemeinsame Wahl fiel auf die Frage, warum Management eine überholte Sozialtechnologie ist, die verabschiedet gehört. Wir werden diesen Abend mit einem Impuls zur Dekonstruktion des Modells Management einleiten und freuen uns auf einen angeregten und gepflegten Diskurs mit Euch.

Hier schon mal ein paar unserer Gedanken zum Thema:

Management ist die am wenigsten effiziente Tätigkeit im Unternehmen! 

Wie viele Stunden beschäftigen sich Teamleiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Vorstände und Vice Presidents mit der Arbeit anderer? Viele von ihnen arbeiten hart. Sie sind auch nicht das Problem. Das Problem ist ein teures und schwerfälliges Management-Modell. 

Eine Management-Hierarchie ist eine schwere Bürde für jede Organisation. Manager sind nicht wertschöpfend. Je größer eine Organisation wird, desto mehr steigen absolut und relativ die Management Kosten. 

Management – Hierarchien lassen das Risiko fundamentaler Fehlentscheidungen steigen. Je wichtiger die Entscheidung, desto weniger Personen sind darin involviert. Diese gelten dann noch als unfehlbar, sind überdurchschnittlich häufig Psychopathen und meistens am Weitesten von der realen Wirklichkeit entrückt und entfernt. 

Management demotiviert Mitarbeiter. Menschen werden wie Kleinkinder behandelt und systematisch bevormundet. Privat können wir 25.000 für ein neues Auto ausgeben, im Büro dürfen wir keine 500 für einen Bürostuhl entscheiden. Hierarchien sind unfähig in komplexen dynamischen Märkten. Das Problem ist nicht der gelegentliche Kontroll-Freak. Das Problem ist eine Struktur, die systematisch untere Hierarchieebenen entmachtet. 

Fragt sich bloß, wie man jemals auf die Idee kommen konnte, Management zu erfinden und flächendeckend einzuführen. Doch Zeiten ändern sich eben. Über die Sozial-Technologie „Management“, ihre Herkunft und Alternativen in einer von Dynamik geprägten Zeit wollen wir, die Pottakademie, Martin Lennartz und Ferdi Grah, auf einem Werkstattabend diskutieren. Wir gehören zu den Pionieren einer neuen Arbeitswelt, haben reichlich Erfahrungen im klassischen Management und gehören heute zu seinen entschiedenen Kritikern. Mehr könnte ihr hier auf unserer Webseite lesen und am 19. September sowie am 28. und 29. November in Thüringen erleben.

Also, wie gesagt: Bye bye Management, Tach Thüringen!


1 Kommentar

Über'n Gartenzaun geredet - mit Robert Fuhrmann - Pottakademie · Juli 16, 2019 um 11:24 am

[…] Seit wir mit dem Thüringer Robert Fuhrmann über eine Pottakademie unterwechs in Thüringen reden (Informationen siehe hier), schwingt im Hinterkopf der Slogan „Pottakademie unterwechs goes east“ irgendwie mit. Ist das […]

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