Die Möbel & Suppen Manufaktur von Hagen Goetz in St. Peter-Ording // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Kulinarische Köstlichkeiten und Möbel. Eine interessante Kombi, finden wir. Daher haben wir uns über diese Einladung „abends in die manufaktur“ zu Hagen Goetz und Inga Wiele sehr gefreut. Eine perfekte lokale Vorbereitung für unsere Akademie in St. Peter Ording am 6. und 7. Juni. War ein wunderbarer Abend, interessante Leute, spannende Gespräche und Dispute, im besten Sinne. Und wenn die Möbel halten, was die Suppen und Tapas versprechen ist Hagen Goetz möbel- und suppenmanufaktur mehr als eine kulinarische Reise wert. Wir freuen uns darauf, uns im Juni spätestens wieder rund um den großen quadratischen Tisch in der manufaktur zu treffen. Wir erwarten nicht nur eine Kreuzung zwischen „Friesen- und Potttapas“ (siehe unten, das wird der kulinarische Hit ab Juni 2019) sondern auch wie an Akademieabenden üblich interessante Gäste zum Blick über den Suppentellerrand. Pottakademie unterwechs hat das exclusiv für Euch getestet.

Was haben eine gute Suppe und ein edles Möbelstück gemeinsam?

Beides sollte mit Herz und Seele gefertigt sein. Ist dies der Fall, verbreiten beide Freude.

Mal ganz ehrlich: Wie bist Du auf die Idee mit der Suppen- und Möbelmanufaktur gekommen? War das am Anfang nur eine Masche, dass die Leute neugierig vor Deinem Fenster stehen bleiben?

Nein, ich denke, wenn es nur eine Masche gewesen wäre,wäre wahrscheinlich niemand in die manufaktur gekommen. Ursprünglich entstand die Idee aus der Überlegung, einen „klassichen“ Möbelladen auch noch anders zu nutzen. Da ich gerne koche, und noch lieber Gäste habe, bot es sich an, beides unter einen Hut, oder ein Dach zu bringen. 

Manufaktur! Verstehen wir das richtig, dass Du noch selbst in der Küche, im Holzlager, an Säge, Hobel und Beizetopf stehst?

Ja, das versteht ihr richtig. Immer noch bereitet es mir sehr viel Freude, all das zu tun, was ich in der manufaktur tue. 

Was ist Deine Lieblingssuppe?

Eine Lieblingssuppe habe ich nicht, aber mein Herz schläg für die einfache kassische „Hausmannskost“, Erbsensuppe, Grünkohlsuppe, Gulaschsuppe. Oder die beste Bouillabaisse.

Was ist Dein Lieblingsmöbel?

Ursprünglich habe ich aussschließlich Massivholzmöbel gefertigt, zumeist mit biologischen Oberflächen, mittlerweile baue ich aber auch moderne Lackmöbel. Wichtig ist, dass sie mit Herz gefertigt sind, langlebig entworfen und gebaut wurden; die Möbel sollen dem Kunden Freude bereiten.

Zusammen mit Inga Wiele ladet Ihr interessante Menschen ein. Was ist Eure Idee dieser Manufakturabende? Sind die Besucher „Eingeborene“ in SPO, oder kommen in der Saison auch Gäste zu Euren Veranstaltungen?

Mit Inga habe ich das Profil „abends in der manufaktur“ entwickelt. Wir haben eine „Serie“ entwickelt, in der wir spannde Leute zu spannenden Themen einladen. Diese angeregten Abende haben mittlerweile eine gewisse „Bekanntheit“ erzielt, und unsere Gäste genießen in der gemütlichen Atmosphäre meiner manufaktur gute Gespräche. 

Wen würdest Du besonders gerne mal zu einer Eurer Veranstaltungen begrüßen?

Raymond Unger, ein Freund und Maler aus Berlin. Raymond hat mir einen wunderbaren Zugang zu gemalten Bildern gezeigt. Oder den Dalai Lama mit seinem schönen Lachen.

Was ist für Dich „Schietwetter“?

Schietwetter kenne ich nicht. Wenn es wirklich grau und regnerisch ist, denke ich ab und an, „jetzt könnte auch die Sonne scheinen“.

Wie lange hat es gedauert, bis Du als aus dem fernen Hamburg Zugewanderter in der feinen Gesellschaft von SPO aufgenommen worden bist? Und wie kam es, dass Hamburg Dich hat ziehen lassen?

Die Frage birgt unendlich viele „Fehler“. Ich komme nicht aus Hamburg, habe da zwar lange gearbeitet, aber ich komme aus Seestermühe, einem schönen Dorf westlich von Hamburg. Ich weiss nicht, was die „Feine Gesellschaft“ sein soll?? Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich hier wirklich schon aufgenommen wurde. Und ob Hamburg mich schon hat ziehen lassen, weiss ich auch noch nicht so ganz. 

Sieht so aus, dass Suppen und Möbel hier deutlich Deine Handschrift tragen. Könntest Du Dein Model „exportieren“? Wo würdest Du Deine erste Zweigstelle eröffnen?

Nicht nur Möbel und Suppen, der gesamte Laden trägt meine Handschrift, das ist schon ein Stück „Zuhause“, auch wenn ich zum Glück wirklich nette Mitarbeiter habe. Ich habe aber keine Bestrebungen, eine Zweigstelle aufzumachen. Wenn, dann in Kopenhagen, da gibt es entspannte Leute, kreative Köpfe, und hübsche Mädchen.

Wenn wir im Juni mit einer unserer Akademieveranstaltungen zu Gast sind: Hast Du schon eine passende Menüidee, die zur Pottakademie passen könnte? Vielleicht ist eine gute Idee auf dem Speiseplan für den ein oder anderen eine zusätzliche Motivation. 

Ich mache häufig Tapasabende in der manufaktur. Hier lasse ich klassiche spanische Tapas mit „Friesentapas“ zusammentreffen. Was haltet Ihr davon, wen wir am den Abend Friesentapas auf Ruhrpotttapas treffen lassen? Wobei ich noch keine Idee habe, wie ein Potttapas aussehen könnte????

Was fällt Dir sonst noch zu unserer Pottakademie ein?

Zwei kluge Köpfe, eine aufgeweckte Idee – Bier trinken können die Jungs auch – „Pottakademie“ könnte auch „Topfakademie“ heißen, dann ist es nicht mehr weit, bis zur Suppenmanufaktur.

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg mit der Akademie!

Danke, lieber Hagen. Wie das mit den Potttapas ist, darüber können wir ja bei einem Bier noch mal reden. Bis die Tage und Glück auf!


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